Ihre Aktivitäten auf der Rooisand Desert Ranch — Rooisand Felszeichnungen
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  Rooisand Lesetipp: Brandberg - der Bilderberg Namibias
von T. Lenssen-Erz + M. Theres-Erz, erschienen 2000
im Verlag Jan Thorbecke, ISBN 3-7995-9030-7

Gefällt Ihnen die Rooisand Desert Ranch mit ihren Freizeitaktivitäten? Dann fordern Sie doch einfach ein unverbindliches Angebot per Email bei uns an.
Auf dem Farmgelände der Rooisand Desert Ranch waren lange Zeit einige wenige und nicht besonders gut erhaltene Felszeichnungen der Ureinwohner Namibias, die wohl Jäger und Sammler waren, bekannt. Die drei folgenden Bilder zeigen diese Zeichnungen, von denen eine außergewöhnlich und selten ist, da sie eine Robbe (mittleres Bild) zeigt und Rooisand ca. 190 km vom Atlantik entfernt und dazwischen eine der lebensfeindlichsten und trockensten Wüsten der Welt liegt.
Im Mai 2005 (siehe auch unser News Archiv) wurden durch einen Zufall neue und bislang unbekannte und zum Teil gut erhaltene Zeichnungen entdeckt, die in näherer Zukunft wissenschaftlich untersucht werden sollen. Danach werden Sie - zusammen mit einem Führer - den Rooisand Gästen zur Besichtigung zugänglich sein.

Die Szene, die unten links im Bild dargestellt ist, könnte -nach erster Einschätzung eines Fachmanns- im rechten Bildteil einen Jäger zeigen, der mit einem Löwen kämpft. Im linken Bildteil wird eindeutig eine Frau dargestellt, die sich offenbar auf der Flucht befindet. Auch die Kampfszene ist für Namibias Bilderwelt der Ureinwohner ausgesprochen selten. Wir zeigen beide Teile des Bildes hier in vergrößerter Darstellung.
... die Gesamtszene der Löwe und ein Jäger ...
 
und Rooisand´s "Lady in red"
In Anbetracht dieser außergewöhnlichen Zeichnung hat das Rooisand Team die beiden Bildteile benannt; den linken Bildteil nennen wir Rooisand´s "Lady in red", den rechten den "mutigen Krieger".

In ihrer großen Mehrheit sind die Malereien in roten Farbtönen gehalten. Das Farbpigment wurde aus Rötelstein (Hämatit), einem eisenhaltigen Gestein, hergestellt, welches zu Pulver zerrieben und z.B. in Blut oder Eiweiß aus Vogeleiern gebunden wurde. Der Rötelstein kann zur Erhöhung der Farbintensität auch vorher im Feuer erhitzt werden. In dieser Zusammenstellung wird bis in die heutige Zeit Körperfarbe hergestellt.

Diese Farbe, bestehend aus eisenhaltigem Material, dringt beim Auftrag direkt in den Untergrund ein und verbindet sich chemisch mit Fels. Deshalb verblassen die Malereien erst nach Jahrhunderten, bzw. Jahrtausenden, weil sich praktisch kein Farbauftrag auf der "Leinwand" befindet, sondern das Gestein selbst erodieren muss.


Als Malwerkzeug hat man wahrscheinlich kleine Holzstöckchen mit daran befestigten Tierhaaren oder Vogelfedern benutzt.

Unterhalb der Felswand fanden sich auf Anhieb Holzkohlereste, Reste von Straußeneierperlen, Tonscherben, abgeschlagene und bearbeitete Bergkristallstückchen. In der Nähe der Felszeichnungen befinden sich mehrere große Höhlen, die darauf schließen lassen, dass sich hier immer wieder Menschen aufgehalten haben.
 
Felsmalereien sind schwer zu entdecken. Warum, zeigen die Bilder links. Das erste zeigt den Gesamteindruck, wenn man vor der Felswand steht. Das zweite, den Eindruck wenn man dicht herangeht.

Grobe Altersschätzungen der Zeichnungen Namibias überdecken einen Zeitraum von fast 30.000 Jahren, die Rooisander Zeichnungen sind wahrscheinlich so um die 2.000 Jahre alt.
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Der in der unteren Bildreihe gezeigte Kudubulle (Mitte und rechts) ist - nach Ansicht eines Kenners Namibischer Felsmalereien - eine der schönsten im ganzen Land. Das Horn des Bullen ist nicht gezeichnet, sondern hier wurde eine Quarzader des Berges in die Zeichnung integriert, auch das ist außerordentlich ungewöhnlich.
 
    ... ein Springbock ?? ein Kudubulle ...
 
... und sein Detail     
Im Januar wurden auf dem Farmgelände weitere Zeichnungen entdeckt. Die Animation rechts zeigt, wie vortrefflich die Maler ein Tier darzustellen wussten.

Unterhalb der Zeichnungen fanden sich auf dem Boden der Grotte auf Anhieb Steine, die eindeutig bearbeitet waren und im täglichen Leben der Maler eingesetzt wurden.
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Weitere Bilder der Rooisander Felsmalereien finden Sie auf unserer Bilder Galerieseite.

  Rooisand Lesetipp: Brandberg - der Bilderberg Namibias von T. Lenssen-Erz + M. Theres-Erz, erschienen 2000 im Verlag Jan Thorbecke, ISBN 3-7995-9030-7